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Ein Hauch von Volksfestcharakter, das Neuhäuser Weinfest

veröffentlicht um 17.11.2016, 08:05 von Hofbühl Neuhaus   [ aktualisiert: 18.11.2016, 06:23 ]


Wenn der Besen an der Inneren Kelter hängt, ist eines klar: Es herrscht wieder einmal drei Tage Ausnahmezustand in Neuhausen. Dann wird gefeiert, was das Zeug hält, und zwar von Jung bis Alt, für jede Generation ist beim Neuhäuser Weinfest etwas geboten. Kelter statt Club heißt es inzwischen traditionell am Samstag, wenn in Neuhausen Stimmung wie auf dem Wasen oder der Wies’n herrscht: „Da ist der Altersdurchschnitt wirklich nicht sehr hoch“, berichtet Liederkranz-Vorsitzender Günter Hau.

Will heißen: Wer älter als 30 Jahre ist, fühlt sich unter Umständen fehl am Platz. Hau freut’s, zeige sich doch, dass der Liederkranz als Veranstalter in den vergangenen Jahren alles richtig gemacht habe: „Der Samstag hat etwas von einem Volksfestcharakter für die jungen Leute.“ Und das Interesse ist nach wie vor so groß, dass die Kelter wieder einmal rappelvoll war und die Wartenden sich beim Einlass gedulden mussten: Die Schlange reichte bis zur Bahnlinie.

Und doch blieb alles im grünen Bereich, Auffälligkeiten gab es keine und die Security war nicht gefordert: „Der ein oder andere hat wohl die Wirkung des neuen Weins etwas unterschätzt“, hat Günter Hau beobachtet, doch das sei’s dann auch schon gewesen. Für überbordende Stimmung sorgten die Hofbühlmusikanten mit Bruno Seitz an der Spitze, die ihre Repertoire den jungen Gästen angepasst hatten: Lautstarkes Mitsingen und Schunkeln war angesagt zu Andreas Gabaliers „I sing a Liad“, auf den Bänken tanzten die Gäste zum „Fliegerlied“ und Begeisterung kam auf beim „Skandal im Sperrbezirk“.

Atemlos zu sein konnten sich die aktiven Hofbühlmusikanten indes nicht erlauben, schon am nächsten Morgen spielten sie zum Frühschoppen auf. Kelter statt heimischer Küche hieß da das Motto für viele Familien und Freundeskreise, die sich in zum Teil großer Runde in der Kelter zum Mittagessen trafen. Groß die Auswahl vom Heringsbrötchen über die Rote Wurst bis zum Zwiebelkuchen, doch die Tendenz ging ganz klar zur Sonntags-Spezialität: den „Göggele“.
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